
An der Straße von Buchenberg (bei Kempten im Allgäu) nach Wengen, kurz hinter Buchenberg findet sich links der Straße ein ca. 3 m tiefer Einschnitt in der Landschaft, auf dessen Grund Wagenspuren im Fels zu finden sind. „Buchenberg – 03“ weiterlesen

Eine Annäherung an ein archäologisches Mysterium

An der Straße von Buchenberg (bei Kempten im Allgäu) nach Wengen, kurz hinter Buchenberg findet sich links der Straße ein ca. 3 m tiefer Einschnitt in der Landschaft, auf dessen Grund Wagenspuren im Fels zu finden sind. „Buchenberg – 03“ weiterlesen
Hier finden sich auf Pflastersteinen einige Spurfragmente.
Wie kann es sein, dass die Wagen immer auf den gleichen cm fahren, damit
sich die Spuren irgendwann bilden ?
Besonders eindrucksvoll ist dieser Spezialfall der Cart-Ruts in Timgad, Algerien zu bestaunen, aber auch bei Raon-lés Leau im Nordosten Frankreichs.
41°17’7.72″N 0°30’27.97″W

Nördlich von Raon-lés Leau in den nördlichen Vogesen, circa 2 km Luftlinie enfernt, findet sich im Wald ein aus ziemlich ebenen Natursteinen gepflasterter Weg, der sehr präzis eingeschnittene Spuren aufweist.
Diese Präzision erscheint mir sehr rätselhaft ; wie können auf den Steinen diese exakten Linien entstehen, wenn immer und immer wieder Wagen darüber rumpeln ?


Geschichtsinteressierte Enthusiasten haben 1,2 km südwestlich der Externsteine einen Hohlweg freigelegt, in dem Wagenspuren im Gestein zu finden sind.
Zwischen Avignon und Marseille, nicht weit von Saint-Chamas (02) entfernt, erhebt sich direkt bei Lamanon aus der Ebene ein kleineres Sandsteinmassiv.
In diesen Felsen finden sich zahlreiche eingearbeitete Räume, Nischen und Treppen.

Im Nordwesten der Insel, nördlich von Trapani, finden sich im Raum Custonaci/Rio Forgia und bei Castelluzzo eine Menge an Spuren.
Die Spurrinnen sind größtenteils mit Erdreich bedeckt, auch hat die Erosion ganze Arbeit geleistet.
Nicht weit vom Meer (ein schöner Badestrand ist nur ca. 100 m entfernt) finden sich mehrere, teilweise stark verwitterte Spuren.



Circa 2 km östlich von Nörten-Hardenberg befindet sich oberhalb des Wirtshauses Rodetal die sogenannte Iliantreppe ; im Sandstein sehr gut erhaltene Fahrspuren. „Iliantreppe – 05“ weiterlesen
Spurfragmente mit vielen Unterbrechungen aufgrund starker Erosion.
Sicherlich wieder ein Hinweis auf ein sehr hohes Alter der Spuren.
36° 43′ 2.43″ N 15° 6′ 22.11″ E



In einem Waldstück in Kniebis bei Freudenstadt (Schwarzwald) findet sich ein kurzes Stück mit Felsengeleisen, die Spurbreite beträgt ungefähr 1,14 m. „Kniebis – 06“ weiterlesen

Nördlich des Harzes befindet sich der Ort Langenstein mit einer besonderen und sehr interessanten Sehenswürdigkeit. Im Sandstein eingeschnitten befindet sich ein Aufweg auf die Altenburg, von der aber nur noch Mauerreste zu sehen sind.
Aber dieser Aufweg hat es in sich! Wie am Castellar de Meca in Spanien finden wir lange, geschmeidige Abschnitte im Fels, die hier den Eindruck machen, als hätte es verschiedene Bauphasen gegeben, in deren Verlauf der Weg immer tiefer gelegt wurde. Wie konnte in der Frühzeit der Fels so bearbeitet werden, dass solche eleganten Formen im Gestein entstanden sind ?

Westlich von Leistadt gibt es einen historischen Rundwanderweg, der an allerlei bearbeiteten Felsen und Steinen entlang führt. Unterwegs finden sich zwei kurze Abschnitte mit Cart-Ruts im Sandstein, deren rechte Spur (von unten betrachtet) eine Zwillingsspur ist. Von diesem Detail abgesehen, erinnert das Erscheinungsbild an die Iliantreppe.
In einer landschaftlich reizvollen Landschaft finden sich gegenüber der Burg Pottenstein am Hang einige kürzere Stellen mit Fahrzeugspuren im Kalkstein.

In der Nähe der Zugspitze und Garmisch-Partenkirchen liegt der kleine
Ort Klais. Hier befindet sich eine ca. 100 m lange Spur, die den Römern
zugeschrieben wird.
Hier finden sich Informationen und Bilder :
https://www.alpenwelt-karwendel.de/viaraetia-roemerweg-klais
Mittlerweile konnte ich selber die Spur besuchen, anbei einige Bilder.
Wie immer sind keinerlei Hinweise auf Trampelspuren der Zugtiere zu sehen.
Die ungefähren Koordinaten : 47° 28′ 44″ N 11°1 4′ 23″ O


Ich selber halte nichts von der Theorie, diese und andere Spuren den Römern zuzuschreiben.
https://www.indiana-stones.de/wagenspuren-cart-ruts/schramberg/
Die ungefähren Koordinaten : 48° 13′ 33.49″ N 8° 22′ 44.02″ O
13https://www.indiana-stones.de/wagenspuren-cart-ruts/unterkirnach-villingen/
Die Koordinaten 48° 4′ 19.38″ N 8° 24′ 55.08″ O
Im Umfeld der Ruine Falkenstein bei Wilgartswiesen finden sich
gut erhaltene Spuren.

Am östlichen Stadtrand von Glasenbach finden sich, direkt neben einigen
Wohngebäuden, einige wenige Stellen mit stark erodierten Spurresten.
Nur an einer Stelle ist die Spur gut erhalten.
Die Spurbreite beträgt ca. 1,14 m.


Die Koordinaten : 47° 46′ 17,1“ N 13° 5′ 18,7“ O
Dank der Informationen von Herrn Rossmann finden sich ca. 30 km nördlich von Graz Spuren : Das ganze nennt sich Prügelweg und ist der Rückweg vom Guten Hirten, einer Jausenstation von der Bärnschützklamm bei Mixnitz in der Steiermark.
Vielen Dank für die Informationen und die Fotos !

27Im Umfeld der Riegersburg finden sich Spuren im Fels.
Vielen Dank an Herrn Fellinger für die Informationen und Fotos !

Zu finden bei 47° 0′ 8.38″ N 15° 56′ 0.81″ E

In einem Hohlweg nahe Purbach findet sich diese Spur.
Die Informationen und Fotos stammen von Christian Gratzer.
Vielen Dank an ihn !



2023 entdeckte ich im Netz Cart-Ruts im Raum Salon-de-Provence, ca. 40 km nördlich von La Couronne.
Wo diese gut erhaltene Spur zu finden ist, ist mir nicht bekannt.
https://izofatov.livejournal.com/191669.html
Steinspur bei Salon-de-Provence
Im Netz entdeckt :
Lieux sacrés – Cart ruts Beure – Jura
YOUTUBE : https://www.youtube.com/watch?v=ie_rB2Adfy4
Lieux sacrés – Cart ruts de Châlamont – Jura
YOUTUBE : https://www.youtube.com/watch?v=Si0fDX8b3RE
Passage antique de Chalamont
25270 Villers-sous-Chalamont
N 46°53.970′ E 006°04.157′
Lieux sacrés – Cart ruts de Lanquetine – Jura
YOUTUBE : https://www.youtube.com/watch?v=LKJCrnDYmtU
Diese Stelle erinnert mich an eine Spur in Norditalien, in Donnas.
Allerding ist hier das Felsentor teilweise eingestürzt.
Hier und in Donnas finden sich massive Bearbeitungen der Felswände,
um Platz für die Spur im Fels zu schaffen.
Und es stellt sich die Frage, ob wir nicht tatsächliche einige oder gar alle dieser Spuren im Alpenraum den Römern zu verdanken haben ?
Aber warum finden sich dann nirgendwo auch nur ansatzweise Spuren von Zugtieren ?
Und wieso haben die Spuren ein rundliches Profil ?
Die ungefähren Koordinaten : 45° 2’12.05″N 6° 6’30.87″E



