Castellar de Meca 01

Castellar de Meca ist meiner Meinung nach ein besonderer Ort !

Wie in der Einleitung bereits beschrieben, weisen diese freigelegten und meistens sehr gut erhaltenen Spuren die sehr seltene Besonderheit auf, dass hier keine chaotischen Spurenverläufe zu finden sind.
Es sieht nach Planung aus; ein einspuriger Aufweg aus der Ebene auf das sehr schön gelegene Plateau, von wo aus sich die Spuren verzweigen.
Einige Verläufe sind noch verschüttet, aber ein Großteil ist zu bewundern.
Hier finden sich auch zwei eindeutige Ausweichstellen, vermutlich für gelegentlichen Gegenverkehr.

Der Aufweg hat die Besonderheit, dass er vor allem in der markanten Spitzkehre ca. 3 m tief in den Kalkstein eingearbeitet wurde.

Warum dies geschah, ist mir ein Rätsel, denn man hätte den Weg genauso gut auf dem allmählich ansteigenden freiliegenden Fels nach oben führen können.

Wenn diese ganze Thematik mit den Spuren schon ein großes Rätsel ist, so lässt sich hier am Castellar de Meca beobachten, dass es noch eine Steigerung der Merkwürdigkeiten gibt !
Und zwar scheint es mehrere Phasen der Entstehung gegeben zu haben.
Auf einem teilweise deutlich höherem Geländeniveau als die „aktuellen“ Spuren finden sich ältere Spuren, die durch die nachträglich neu angelegten Spuren abgeschnitten worden sind.
Und der Grad der Erosion ist nie der Gleiche !
Es variiert von gleichem Aussehen bis hin zu stark verwitterten Spuren, als lägen hunderttausende, wenn nicht gar millionen von Jahren zwischen ihrer Entstehung.
Wer hat eine Idee, was es damit auf sich hat ?
Diese Merkwürdigkeiten sind mir nur vom Castellar de Meca bekannt.

Der Grad der Erosion scheint hier gleich zu sein.

Aber hier erscheint die abgeschnittene Spur deutlich älter, denn sie ist sehr stark erodiert.

Cart-Ruts

Hier wurde der Fels unterhalb der älteren Spur um ca. 1,3 m abgetragen, um die neuere Spur anzulegen.
Solche Arbeiten scheinen den Erbauern nicht im Geringsten Mühe bereitet zu haben, so als hätte es einst eine Möglichkeit gegeben, mühelos in das Gestein einzudringen und abzuarbeiten.
Die geschmeidigen Schleifspuren an den Wänden lassen uns staunen und erinnern uns an die Steinbearbeitungen in Südamerika und Ägypten.

Und hier noch eine andere Stelle, bei der eine ältere Spur aufgegeben
worden ist :

Cart-Ruts Castellar de Meca

Cart-Ruts Castellar de Meca

Unterhalb der Spitzkehre ist ebenfalls eine Spur aus einem vermutlich
früheren Bauabschnitt zu sehen.

Hier noch einige Bilder zum Thema der Geschmeidigkeit der Spuren im Gestein.
Es sieht so aus, als wären die Spuren im weichen Untergrund eingefahren worden, was aber eigentlich nicht sein kann, denn Kalkstein härtet schon bei seiner Entstehung aus, so die Lehrmeinung.
Auch würde dies ja nicht die scheinbar älteren Spuren erklären.

Ich finde, nach Arbeit mit Hammer und Meißel oder durch Schlagen mit Steinen sehen die Spuren nicht aus !

Auch finden sich auf diesem Plateau viele Zeugnisse einer regen Bautätigkeit, so gibt es z.B. einige rechteckige Gruben.

Cart-Ruts

An durch Felsen vorgegeben Engstellen findet sich eine Spurbreite von ca. 1,42 m, etwas unterhalb des Plateaus findet sich eine Spur mit dem Maß von 1,32 m.

Koordinaten : 38° 57′ 36“ N 1° 09′ 16“ W

Eine Antwort auf „Castellar de Meca 01“

  1. „weisen diese freigelegten und meistens sehr gut erhaltenen Spuren die sehr seltene Besonderheit auf, dass hier keine chaotischen Spurenverläufe zu finden sind“
    Die Gleisestraßen von Castellar de Meca waren die ersten Felsengleise, die ich sah. Das war 1972, und ich veröffentlichte sie in meinem ersten Buch (1977), nachdem ich mehrmals vergeblich versucht hatte, die offiziellen Archäologen in Madrid dafür zu interessieren. Alle Gleise, die ich damals in Spanien fand und vermaß, hatten diese Eigenart: nicht zufällig sondern geplant wie Ingenieursarbeit zu wirken. Dadurch konnten sie nicht als Abnützungszeugnisse moderner Karren erklärt werden.
    Die wirren Karrenspuren wie in Syrakus oder auf Malta zeigten mir dann, daß es noch ein weiteres Erklärungsmodell geben mußte, das nur mit dem Stichwort „Katastrophe“ anzudeuten ist.

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